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Author Topic: Geschichte von K 270, K 280 / The history of K 270 and K 280  (Read 877 times)
CptKlotz
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Posts: 23


« on: April 12, 2011, 01:14:19 PM »

Since this topic may be of interest to other "vintage AKG" users around the globe, I have posted a brief English summary below.

Sehr geehrtes AKG-Team,

vor einiger Zeit habe ich hier im Forum folgenden sehr interessanten Beitrag gelesen:

http://www.akg.com/forum/index.php/topic,1749.msg5329.html#msg5329

Liegen ähnliche Informationen auch zur Entstehungsgeschichte der "Parabolic"-Serie (K 270, 280, 290) vor?


Ich besitze mehrere alte und neue AKG-Kopfhörer (mehr aus "Interesse" als aus "Notwendigkeit") und mit leichtem Abstand mein Favorit ist nach wie vor der K 280. Ich wüßte gerne einige Dinge über die Baureihen mit zwei Kapseln auf jeder Seite.

(Falls die Beantwortung einiger meiner Fragen Betriebsgeheimnisse verraten würde oder die Fragen zu ausführlich sind, habe ich natürlich Verständnis dafür, wenn sich AKG nicht dazu äußern möchte).

K 280:

-Was waren die Entwicklungsziele bei der Entwicklung des K 280?

Der Werbeflyer empfiehlt den K 280 als "Kontrollhörer, wenn hohe Schalldrücke erwünscht sind".

War der K 280 vorwiegend als lautere / leichter zu treibende Alternative zum K 240 M / DF gedacht oder gab es noch andere Gründe für die Entwicklung?

-Sollte der Kopfhörer eher den Studio-Markt oder den Heimanwender ansprechen oder wurde diese Unterscheidung damals weniger vorgenommen?
Welche "Position" nahm der Kopfhörer in der Hierarchie der hochwertigen Kopfhörer von AKG (K 400/401, K 500/501, K-240-Serie, K 141, K 340) ein?

-Wie kam AKG auf die ungewöhnliche Idee, zwei Kapseln pro Seite zu verwenden? Wurde das "Interferenzmuster" der beiden Schallquellen genutzt, um eine bestimmte HRTF-Übertragungsfunktion zu erreichen? Hat die Doppelbestückung neben der Pegelfestigkeit / Verzerrungsarmut noch andere Vorteile?


K 270:

-Der K 280, wurde, soweit ich informiert bin, von 1988 bis 1995 hergestellt und der K270 kam nach dem K 280 auf den Markt. Wann wurde der K 270 eingeführt?

-Welche Überlegungen führten dazu, für den geschlossenen Kopfhörer die Technik des K 280 zu adaptieren und nicht die Technik von K 240 /K 141 wie es bei den aktuellen geschlossenen Modellen (K 171, 271 usw.) der Fall ist?

-Einige Leute auf www.head-fi.org glauben, daß K270-"Playback"-Modelle besser/anders klingen als die "Studio"-Variante mit der Abschaltautomatik. Das erscheint mir sehr zweifelhaft, da die Kopfhörer laut Service-Unterlagen bis auf den Mikroschalter in der Kopfbandautomatik identisch sein müßten.

Mir ist allerdings aufgefallen, daß der K 270 relativ stark auf die korrekte "Ankoppelung" an das Ohr reagiert. Ich würde daher vermuten, daß die vermeintlichen Unterschiede zwischen den beiden Versionen eher auf dem Zustand der Ohrpolster oder unterschiedlichem "Sitz" des Kopfhörers beruhen könnten.

Ein "Klangunterschied" durch den Mikroschalter scheint mir eher ins Reich der zahlreichen "Hifi-Legenden" zu gehören.

Ersatzteilversorgung:

Wie ist es um die Ersatzteilversorgung bestellt, wenn es um Bauteile geht, die in den neueren Kopfhörer-Modellen nicht mehr verwendet werden (z.B. Kapseln DKK-32). Werden diese Bauteile noch nachproduziert oder existiert ein bestimmter Vorrat an Teilen, der irgendwann erschöpft sein wird?


Ich würde mich freuen, wenn jemand die Zeit finden würde, einige meiner Fragen zu beantworten und bedanke mich schon im Voraus für Ihre Bemühungen.

Falls erlaubt, übersetze ich die Antwort auch gerne ins Englische und poste sie ggf. auch in den Head-Fi-Foren, weil die Informationen vielleicht auch für andere Anwender interessant sein könnten.


Gruß,
Stephan
« Last Edit: April 13, 2011, 03:10:40 PM by CptKlotz » Logged
micdoctor
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« Reply #1 on: April 13, 2011, 06:53:18 AM »

Hallo Stephan,

Das Entwicklungsziel des K 280 war es einen Hörer zu erfinden, der hohe Schalldrücke möglichst Verzerrungsfrei wiedergeben kann. Dabei wurden eben 2 Kapseln so angeordnet daß ein akustischer Fokussiereffekt direkt am Ohreingang erreicht wurde. Durch die doppelte Membranfläche erzielte man ein wesentlich besseres und verzerrungsfreies Klangbild. Der Hörer wurde sowohl im Studio als auch von Privatanwendern gerne eingesetzt.
Der K 280 kam 1987 auf den Markt und ein Jahr später kam der K 270.
Ziel beim K 270 war es einen geschlossenen Hörer mit möglichst ausgewogenem Klang zu entwickeln. Auf Basis des K 280 wurde mithilfe von unterschiedlichen akustischen Abstimmungen der Kapseln, akustischen Volumen und Basskammern ein Hörer entwickelt, der diese Vorgaben erfüllte.
Der Hörer wurde zudem mit einer Abschaltautomatik ( die mit dem Klang nichts zu tun hat ) versehen.
Für die genannten Hörer gibt es noch sämtliche Ersatzteile.

mit freundlichem Gruß
micdoctor

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CptKlotz
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« Reply #2 on: April 13, 2011, 03:07:40 PM »

Hallo micdoctor,

vielen Dank für die Informationen! Ich finde es immer interessant, die Entstehungsgeschichte solcher Klassiker zu erfahren.


Gruß,
Stephan

Here's a brief summary for people who speak English:

Questions:

-What were the design goals of the K 270 and K 280 headphones? Why was the twin capsule arrangement chosen and are there benefits to it apart from lower distortion and higher maximum sound pressure levels?

-What kind of market was the K 280 meant to appeal to (home users or rather recording studios)? What role did the K 280 play in AKG's lineup of high quality headphones?

-When was the K 270 introduced and why did AKG choose to make a closed-back headphone on the basis of the K 280 as opposed to the current K 171 / K 172 models which are based on K 141 / K 240 technology?

-Some people believe that the "Playback" model of the K 270 sounds better than the "Studio" model which has the auto-mute feature. Is there any reason to believe the two models perform differently, given that they use the very same parts execpt for the micro switch which should not make any difference?

-Are the spare parts that are no longer used by current models (e.g. DKK32 capsules) still produced or is there a limited  number of them in stock?


Reply from micdoctor:

The design goal of the K 280 was to develop a headphone that was capable of reproducing high sound pressure levels with a minimum of distortion. To this end, two transducers were arranged in a way so they focused the the sound directly on the entrance of the ear canal. The doubled cone area was responsible for a much better sound quality that was free of distortion.

The headphone was popular with recording studios and home users alike.

The K 280 was introduced in 1987 and the K 270 followed a year after that.

The design goal of the K 270 was to create a closed-back headphone with a sound that was as balanced as possible. Based on the K 280, the K 270 used different acoustic tuning of the capsules which was achieved by using different bass resonators and cavities.

The headphone was equipped with an automatic mute switch that has no effect on the sound quality whatsoever.

All spare parts for the headphones mentioned above are still available.


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